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6. Rheinland-Pfalz-Symposium
und Lehrerfortbildung 2015

Frühgeborene und Schule
leer- Ermutigt oder ausgebremst?

Schirmherrschaft: Vera Reiß
Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

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Vortragsdateien der Referenten

Liste rotProf. Dr. Claudia Mähler
Impulsreferat: "Gemeinsam verschieden in der Schule - Entwicklungsunterschiede ernst nehmen", (pdf, 1300 KB)

Liste rotDr. Dipl.-Psych. Andrea Delius
"Besonderheiten der Wahrnehmungsverarbeitung - Lernangebote für verschiedene Lerntypen (Lese-Rechtschreibstörung, Rechenstörung, Aufmerksamkeitsstörung)", (pdf, 1500 KB)

Liste rotDr. Roger Weis
"Wollen, können, müssen (oder nicht) -
Systemimmanente Konzeptkonflikte", (pdf, 4000 KB)"

Liste rotProf. Dr. Désirée Laubenstein und David Scheer
"Gemeinsamer Unterricht ... – Wie kann das gelingen?
Erkenntnisse der GeSchwind-Studie", (pdf, 1690 KB)

Liste rotChristel Hanke
"Inklusive Schule – exklusiv Legasthenie und Dyskalkulie?",
(pdf, 446 KB)

Beitrag des SWR-Fernsehens - Landesschau aktuell vom 13.11.2015:

Pfeil"Mögliche Folgen einer Frühgeburt" ...

Links
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von Karin Jäkel, LV "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e.V.

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Kind im Mittelpunkt erneut zentraler Gedanke

Mittelpunkt allen Denkens und Gestaltens von inklusiver Bildung muss immer das jeweilige Kind mit seinen jeweiligen Voraussetzungen und Bedürfnissen sein. Um diesen Kern drehten sich die Vorträge aus ganz verschiedenen Blickwinkeln beim mittlerweile 6. Rheinland-Pfalz-Symposium der Reihe "Kind im Mittelpunkt", welches der Landesverband "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e.V. am 14.11.2015 in der Ludwig-Eckes-Halle in Nieder-Olm bei Mainz ausrichtete. Etwa 120 Teilnehmer verfolgten das interdisziplinär besetzte Vortragsprogramm und brachten ihre eigenen Praxiserfahrungen als Eltern, Lehrer, Therapeuten und Ärzte in Form von Fragen und Diskussionsanregungen ein.


Eva Caron-Petry, MBWWK

Grußworte: Eva Caron-Petry,
MBWWK

Grußworte der Landesregierung

Zur erfolgreichen Arbeit des Landesverbands, der sich vor 10 Jahren im November 2005 gründete, gratulierte zu Beginn Eva Caron-Petry vom MBWWK und überbrachte die Grüße und den Dank von Frau Ministerin Reiß, der Schirmherrin der Veranstaltung. In ihrem Grußwort betonte sie, dass sich der Landesverband als verlässlicher Ansprechpartner in der Landespolitik etabliert hat, vor allem mit den Themen Nachsorge und Bildung. Ebenso hob sie das Engagement des Verbandes in der Patientenvertretung des G-BA und in der Ethik-Kommission der südlichen Bundesländer bzgl. der Präimplantationsdiagnostik hervor. Sie begrüßte, dass der Landesverband nun zum dritten Mal eine Tagung zum Thema Bildung ausrichtet, und erläuterte die aktuelle Fortentwicklung der Inklusion in Rheinland-Pfalz.

Aktuell gibt es 368 Beratungskräfte für Inklusion im Land, welche Schulen, Lehrkräfte und Eltern beraten, sowie 12 Förder- und Beratungszentren, weitere sind geplant. Das Land unterstützt auch die Kommunen bei der Umsetzung der Inklusion. Jedes Jahr erhalten die Kommunen zur Wahrnehmung inklusiv-sozialintegrativer Aufgaben in der Summe 10 Mio. €, die zum 1. März nach einem festgelegten Verteilerschlüssel ausgezahlt werden. Die Vertreterin des MBWWK dankte dem Landesverband ausdrücklich, dass er durch das Zusammenbringen von Vertretern aus Wissenschaft und Praxis wichtige Gesprächsprozesse anstößt und zur Fortentwicklung der inklusiven Schule beiträgt.

Barbara Grieb, BV "Das frühgeborene Kind"

Barbara Grieb gratuliert Hans-Jürgen Wirthl
zum 10-jährigen Jubiläum des Landesverbandes



Gratulation zum 10-jährigen Bestehen

Auch Barbara Grieb würdigte als Vorsitzende des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. anlässlich des zehnjährigen Bestehens die Arbeit des Landesverbandes und hob den Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeiten hervor, die nötig sind, um politisch mitgestaltend zu wirken.




Begrüßung

"Dass und wie es sich lohnt, für frühgeborenes Leben zu kämpfen" – so drückte es Hans-Jürgen Wirthl als Vorsitzender des Landesverbandes in seiner Begrüßung aus – wurde durch beeindruckende Bilder des renommierten Fotografen Walter Schels deutlich, die ehemalige Frühgeborene zeigten und im Tagungsraum viele interessierte Blicke auf sich zogen.

Wirthl dankte zudem den Krankenkassen AOK, TK, BKK und DAK sowie den Firmen comed, SCHOTT und HiFi-Klang, mit deren Unterstützung die Tagung ermöglicht wurde, bevor er die Moderation in die erfahrene Leitung von Sabine Stöhr (SWR) übergab.


Impulsreferat:
Gemeinsam verschieden in der Schule – Entwicklungsunterschiede ernst nehmen

Prof. Dr. C. Mähler und Sabine Stöhr

Prof. Dr. Claudia Mähler
im Interview mit Sabine Stöhr

Für eine frühe Diagnostik in der inklusiven Bildung sprach sich Prof. Dr. Claudia Mähler vom Institut für Psychologie der Universität Hildesheim in ihrem Impulsreferat unter dem Titel "Gemeinsam verschieden in der Schule – Entwicklungsunterschiede ernst nehmen" aus. Erfolgreiches schulisches Lernen hänge von individuellen sowie familiären Komponenten ab, zudem auch von der Unterrichtqualität, stellte sie dar. Zu den individuellen Voraussetzungen erfolgreichen Lernens gehörten neben einem funktionierenden Arbeitsgedächtnis, einer guten selektiven Aufmerksamkeit, passenden Lernstrategien und metakognitiven Regulationssystemen auch das Vorwissen und die Motivation des Lerners, ein gutes Selbstkonzept, der Lernwille sowie positive lernbegleitende Emotionen. Untersuchungen zeigten, dass ehemals frühgeborene Kinder mit jeder Woche, die sie zu früh zur Welt kamen, ein jeweils höheres Risiko für kognitive Defizite, Lernstörungen (z.B. LRS oder Dyskalkulie), Aufmerksamkeitsstörungen oder psychosoziale Auffälligkeiten auf­wiesen. Für früher als in der 34. Schwangerschaftswoche geborene Kinder steige das Risiko steiler an als für die sogenannten "späten Frühgeborenen". Als Schulkinder hätten Frühchen ein höheres Risiko für besonderen Förderbedarf. Noch als Erwachsene zeigten sie schwächere Leistungen in Intelligenztests und in Untersuchungen der exekutiven Funktionen. Konsequent weitergedacht ergibt sich aus diesen Ergebnissen die Frage, ob nicht eine möglichst frühe Diagnostik genaueren Aufschluss über die Art des Förderbedarfs erbringen und eine passgenaue frühe Förderung ermöglichen kann, welche das Ausmaß der erwarteten Lernstörung einschließlich der sekundären psychosozialen Folgen für das Kind mildern könnte. ...

Den vollständigen Bericht können Sie hier Pfeildownloaden oder Pfeilbestellen

 

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