Grußwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für das Symposium "Kind im Mittelpunkt Frühgeburt gemeinsame Wege von Anfang an" des Landesverbandes Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V. übernommen. Die gute Versorgung Neugeborener und besonders der Frühgeborenen auf höchstem Niveau zu sichern, ist ein besonderes Anliegen der Landesregierung. Insgesamt 14 Hauptfachabteilungen stehen in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung.
Immer mehr Babys kommen zu früh zur Welt. In Deutschland sind es inzwischen mit rund 63.000 Geburten etwa 9 Prozent, davon 12.000 als so genannte Frühchen noch vor der 32. Schwangerschaftswoche. Während in den 60er Jahren weniger als ein Drittel dieser Frühchen eine Überlebenschance hatten, überleben mittlerweile mehr als die Hälfte der kleinen Erdenbürger.
Eine gute Erstversorgung Frühgeborener ist nicht nur für ihren Start ins Leben ungeheuer wichtig, die Qualität der Erstversorgung entscheidet oft auch über ihren gesamten weiteren Lebenslauf. Die besonderen Probleme Frühgeborener enden meist nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Oft treten neben körperlichen Beeinträchtigungen auch Entwicklungs- und Lernprobleme auf, die eine langjährige, manchmal auch eine lebenslange Förderung, Betreuung und Unterstützung erfordern.
Dieser Aufgabe widmen sich beispielsweise das Modellprojekt "Guter Start ins Kinderleben" und der Landesverband Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V. Der Landesverband unterstützt und vernetzt die Arbeit verschiedener Elterninitiativen, Fördervereine und Gruppen und bündelt gemeinsame Interessen. Er informiert Eltern und Angehörige von früh- und risikogeborenen Kindern und bietet konkrete Unterstützungs- und Hilfeangebote.
Ich danke allen Mitgliedern des Landesverbandes Früh- und Risikogeborene Kinder für ihr Engagement und für die Ausrichtung des 2. Rheinland-Pfalz-Symposiums. Ich freue mich, dass Frau Professor Dr. med. Eva Mildenberger, ärztliche Leiterin der Perinatologischen Intensiveinheit (PNI) am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, und Herr Professor Dr. med. Heinz Kölbl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universitätsklinik Mainz, die wissenschaftliche Leitung des Symposiums übernommen haben. Ich wünsche der Veranstaltung einen erfolgreichen Verlauf und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen regen Austausch und viele neue Impulse für ihre Arbeit.
Malu Dreyer
Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen
des Landes Rheinland-Pfalz