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neuer Arbeitskreis

Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V.
initiiert Gründung eines
Arbeitskreises "Frühgeborene und Bildung"

Schule – ein heißes Thema

für viele Familien, wohin man blickt, selbst wenn es sich bei den Schulkindern nicht um Frühchen sondern um reif geborene Kinder ohne Entwicklungsrisiko handelt.

Für unsere frühgeborenen Kinder stellt sich die Situation oft ungleich komplizierter dar. Denn außergewöhnlich häufig sind Frühchen von Teilleistungschwächen und/oder Aufmerksamkeitsstörungen betroffen, die das Lernen erschweren. Oft stellen sich solche Auffälligkeiten jedoch erst nach einigen schwierigen Schuljahren heraus.

Wir als Eltern stehen vor vielen Fragen:

  • Wie kann ich mein Kind angemessen unterstützen?
  • Welche Schule ist die richtige für mein Kind?
  • Gibt es überhaupt eine Schulform, die auf die speziellen Bedürfnisse meines Kindes eingehen kann?

Als Dachorganisation der Frühchen-Elterngruppen sollten wir uns fragen:

  • Wo liegen die Ursachen dafür, dass viele frühgeborene Kinder (und ihre Eltern) an ihrer Schulsituation leiden oder gar verzweifeln?
  • Wie kann man Abhilfe schaffen?
  • Kann die individuelle Förderung, die in den Schulgesetzen längst verankert ist, in die Realität umgesetzt werden, und wenn ja, wie?
  • Können wir als Elternorganisation unseren Beitrag dazu leisten?

In einem Arbeitskreis "Frühgeborene und Schule" ist angedacht,

  • die Problemfelder Frühgeborener in der Schule aufzuzeigen
  • Informationen für Lehrer/innen sowie für Frühcheneltern bereitzustellen
  • Erfahrungen und Fachwissen zu vernetzen
  • Lobbyarbeit für frühgeborene Kinder in der Schule zu initiieren
  • ……….

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen, Ihr Fachwissen und Ihre Mitarbeit einzubringen, um dieses schwierige Thema zu bearbeiten und Perspektiven zu gewinnen, wie wir als Verband ein Sprachrohr für die Bedürfnisse unserer Kinder werden können.

Karin Jäkel

up!
Pressemeldung

Frühgeburt verringert Schulerfolg

Arbeitskreis "Frühgeborene und Bildung" will die
Situation der Kinder verbessern

Intelligenz allein ist leider keine Garantie für gelingendes Lernen. Schulkinder müssen darüberhinaus "alle ihre Sinne beisammen" haben, damit sie immer komplexere Aufgaben, die die Schulzeitverkürzung ihnen zumutet, bewältigen können.

Die Feinabstimmung unserer Sinne, die grundlegend ist z.B. für Konzentration, Handlungsplanung oder Merkfähigkeit, ist bei vielen Kindern jedoch nicht mehr gegeben.

Frühgeborene sind dabei besonders häufig betroffen von solchen Schwächen des Wahrnehmungssystems. Ihre Anzahl liegt derzeit bei ca. 8 - 10% jedes Geburtsjahrgangs, Tendenz steigend. Dies verwundert nicht, musste sich doch die letzte Phase der pränatalen Gehirnentwicklung für Frühgeborene statt im Mutterleib unter den "unnatürlichen" Bedingungen einer neonatologischen Intensivstation vollziehen.

Nicht für alle, aber für viele dieser frühgeborenen Kinder sind die schulischen Anforderungen daher schwieriger zu bewältigen als für ihre reifgeborenen Schulkameraden.

Aufgrund dieser Problematik gründete sich im Anschluss an die Delegiertenversammlung des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. am 07.03.09 ein Arbeitskreis "Frühgeborene und Bildung". Ziel dieses Arbeitskreises ist es, Hilfe für Familien bereitzustellen, Betroffene und Fachleute zu vernetzen sowie die Bedürfnisse frühgeborener Schulkinder und ihrer Familien gegenüber der Öffentlichkeit und den Verantwortlichen in der Schulpolitik zu vertreten.

"Kleine Ursache – große (Stör-)Wirkung", fasst Karin Jäkel, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. und Koordinatorin des neu entstandenen Arbeitskreises, die Erfahrungen vieler Frühchen und ihrer Eltern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Ein Kind, das z.B. Nutz- und Störgeräusche nicht trennen kann, ist spätestens nach drei Schulstunden am Ende seiner Aufnahmefähigkeit, kann keine weiteren Aufgaben mehr erledigen, wird reizbar und aggressiv. Die verbreitete pädagogische Einschätzung "verhaltensauffällig" greift in einem solchen Fall allerdings wesentlich zu kurz.

Nur eine fundierte fachliche Diagnostik bewahrt die Kinder und ihre Eltern davor, an sich selbst und an der Schule zu verzweifeln. "Doch die Diagnostik solcher oder ähnlicher Wahrnehmungsschwächen ist nicht mehr als ein Anfang.", bedauert die Elternvertreterin, selbst ausgebildete Lehrerin.

Im normalen Regelschulbetrieb können die Schwächen dieser Kinder kaum aufgefangen werden. Die Lehrer/-innen sind für diese Aufgaben nicht nur nicht ausgebildet, sondern es fehlen ganz einfach Zeit und personelle Ressourcen an den Schulen. Doch was noch viel schwerer wiegt: Die entscheidende Bedeutung der Wahrnehmungsfunktionen für gelingende Lernprozesse ist vielen Pädagogen/-innen immer noch nicht bewusst. Schon leichte Störungen können das Lernverhalten des betroffenen Kindes empfindlich stören und auf lange Sicht seine psychische Stabilität sowie soziale Integration aushebeln.

"Diese Bedingungen sind unhaltbar. Kinder mit entsprechender Intelligenz müssen unter den normalen Gegebenheiten der Regelschule lernen können, und zwar trotz Wahrnehmungs-schwächen. Das ist inklusive Bildung, wie sie in Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention schon 2006 vereinbart wurde.", lautet das erste Resümee des Arbeitskreises "Frühgeborene und Bildung".

Kontakt und weitere Informationen unter karin.jaekel@fruehgeborene.de.


Außerdem können Sie sich wenden an den

Bundesverband "Das Frühgeborene Kind" e.V. FrühgeborenenInformationsZentrum (FIZ):
Tel. Nr. 069-58700990
oder über eine Mail an info@fruehgeborene.de

Aktuelle Meldungen des Arbeitskreises finden Sie auf der Webseite des Bundesverbandes unter "Projekte-Bildung".


up!

Links und Downloads

Kontakt:

karin.jaekel@
fruehgeborene.de


Bundesverband "Das Frühgeborene Kind" e.V.

Tel.: 069-58700990
info@fruehgeborene.de


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LV "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e. V. info@fruehgeborene-rlp.de Schreiben Sie uns! Sitemap * Aktualisiert am: 01.01.2010